Allianzgebetswoche 12.-18.1.2026

Wie jedes Jahr nehmen wir auch in diesem Jahr an der Allianzgebetswoche teil. Es ist uns wichtig, unsere Beziehungen in der evangelischen Allianz zu stärken und vor allem die Einheit in Gemeinschaft und Gebet zum Ausdruck zu bringen.

Das Thema in diesem Jahr lautete: „Gott ist treu“.

Liebe Geschwister im Glauben,…

„…die Treue hat es nicht leicht. Auf der einen Seite schätzen wir sie. So übergeben wir etwas Wichtiges „zu treuen Händen“. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist der Grundsatz von „Treu und Glauben“ (§ 242 BGB) im Sinne von Ehrlichkeit, Vertrauen und Fairness verankert. Und vor unzähligen Altären haben Menschen sich feierlich die Treue gelobt, bis dass der Tod sie scheide. Andererseits reden wir von Nibelungentreue, wenn z.B. Pflichterfüllung über ein gesundes Maß hinaus geht. Oder wir bezeichnen Menschen flapsig als „treudoof“, wenn sie zu naiv und unkritisch sind. In Zeiten des Relativismus und Opportunismus wirkt Treue eher antiquiert.
Das Lebensgefühl heute ist eher von Unverbindlichkeit geprägt – von befristeten Arbeitsverhältnissen über Lebensabschnittsgefährten bis hin zu einkassierten Wahlversprechen. Treue war bereits in biblischen Zeiten schwer umkämpft. Im Beispiel von Israel betrifft es das ganze Volk. Im Richterbuch wird beschrieben, wie das Volk von Gott abfällt. Ein Richter führt sie zurück zu Gott. Das Volk schwört Treue, nur um dann wieder von Gott abzufallen, wird bestraft, eht um Gnade, ein Richter führt es wieder zu Gott, es schwört Treue, fällt wieder ab … Und bleibt doch in allem Scheitern das erwählte Volk Gottes. […]
Gott zerbricht das „geknickte Rohr“ jedoch nicht und löscht den „glimmenden Docht“ nicht aus (Jesaja 42,3). ER hatte einen Treuebund mit Abraham, dem Stammvater Israels, gemacht, und hat seine Versprechen nie zurückgezogen. „Deine Treue ist groß“ (Klagelieder 3,23) bekennen die alttestamentlichen Klagelieder. Paulus selbst hat dies in seiner eigenen Lebensgeschichte erfahren: „Sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ (2. Timotheus 2,13)
Später musste Paulus sich mit vielen Unzulänglichkeiten und zum Teil heftigen Verfehlungen in den von ihm gegründeten Gemeinden herumschlagen. Und er spart nicht mit deutlicher Kritik, zum Beispiel an der Gemeinde in Korinth. Aber in all diesen menschengemachten Turbulenzen gibt es eine Konstante, die er an den Anfang seines ersten Briefes stellt (1. Korinther 1,9): „Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“ Schließlich: Dass wir als Jesus-Nachfolger in lebendiger Hoffnung leben, liegt nur und ausschließlich an IHM, der in der Offenbarung des Johannes zwei Hoheitstitel bekommt – der „treue Zeuge“ (Offenbarung 1,5; 3,14) und „Treu und Wahrhaftig“ (Offenbarung 19,11). So ist Gottes Treue von den Bundesschlüssen mit Noah und Abraham bis ans Ende unserer Zeit das unerschütterliche Fundament, auf dem unser Glaube steht. Weil er treu ist, können wir ihm unser Leben anvertrauen und darauf bauen, dass er hält, was er verspricht.“
(Auszug aus dem Begleitheft der evangelischen Allianz)

Die evangelische Allianz Schwäbische Alb trifft sich an folgenden Abenden jeweils um 19.30 Uhr zum gemeinsamen Gebet:

  • Montag 12.1.: Gemeindehaus Meidelstetten (Hauptstraße 23, Hohenstein)
  • Dienstag 13.1.: Gemeindehaus Gomadingen (Kirchstraße 6, Gomadingen)
  • Freitag 16.1.: Evangelische Kirche Erpfingen (Steigstraße 5, Sonnenbühl)
  • Samstag 17.1.: evtl. gemeinsamer Liederabend (Ort noch offen)

Mehr Infos zum Thema der Allianz-Gebetswoche kannst du im Begleitheft der evangelischen Allianz nachlesen:
EiNS-Magazin 4/2025

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrag veröffentlicht:12. Januar 2026
  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Kategorie:Aktuelles
  • Beitrag zuletzt geändert am:12. Januar 2026